Projektumfang
Das Projekt umfasste die Einführung der Sequenzierungssoftware moviniti sequence an einem Standort mit komplexen Anforderungen. Ziel war die Ablösung einer bestehenden Lösung und die Sicherstellung der Just-in-Sequence-Belieferung eines OEM mit Teilen wie Kabelbäumen und Heckklappen. Neben der Standardimplementierung wurde eine kundenspezifische Sonderlösung entwickelt, um Anforderungen abzudecken, die nicht sinnvoll in den allgemeinen Funktionsumfang integriert werden konnten.
» Anforderungen
- 7 Schnittstellen (Sequenzabrufe, Tacho, Long & Short Forecast, Montagedaten, ASN Wareneingang und -ausgang)
- Digitale Prozessführung in manueller Montage in Sequenz
- Sequenzierung von Baugruppen und Kabelbäumen (umgekehrte Reihenfolge und wegeoptimiert)
- Kundenindividuelle Sequenzetiketten
- Sondertool zur Bestimmung des passenden Kabelbaums für die Fahrzeugvariante
- JIS/JIT Verladung mit digitalem Versandavis
Warum war die Implementierung so anspruchsvoll?
Das Projekt betraf die Einführung von moviniti sequence an einem Standort, der Kabelbäume, Heckklappen und weitere Komponenten just-in-sequence an einen OEM liefert – und das mit nur 50 Minuten Vorlauf zur Produktion. Die Implementierung musste nicht nur die Prozesse von Wareneingang, über die Sequenzierung bis hin zur Verladung abbilden, sondern auch spezifische Anforderungen des OEM berücksichtigen. Zu den zentralen Herausforderungen gehörten eine fehlende digitale Schnittstelle für die Übermittlung der Abrufdaten, die individuelle Logik des OEM für die Variantensteuerung sowie eine Sprachbarriere mit dem französischen Zulieferer, der keinen technischen Ansprechpartner bereitstellen konnte. Außerdem war die zeitliche Phase der letzten Phasen der Implementierung extrem knapp. Der Abnahmetest sowie die finalen Konfigurationsanpassungen mussten innerhalb einer Woche durchgeführt werden.
Wie konnten die Herausforderungen gelöst werden?
moviniti verfolgt bei der Entwicklung einen klaren Ansatz: Erweiterungen sollen so konzipiert werden, dass sie auch für andere Kunden nutzbar sind. Das bedeutet mehr Aufwand in der Konzeptphase, aber deutlich geringeren Aufwand bei Wartung und Weiterentwicklung. In seltenen Fällen ist eine Anforderung so spezifisch, dass sie nicht sinnvoll in den Standard integriert werden kann. Für diesen Standort wurde deshalb für eine speziell benötigte Logik ein Sondertool entwickelt, das über eigene Schnittstellen mit dem Standardumfang kommuniziert – technisch sauber getrennt vom Standardumfang.
Welche Vorteile brachte die neue Sequenzierung Software?
- Kostenersparnis: Das transparente Lizenzmodell spart rund 20 % pro Jahr.
- Benutzerfreundlichkeit: Die intuitive Oberfläche reduziert Schulungsaufwand und beschleunigt den Einstieg.
- Change-Management: Mitarbeiter wurden früh eingebunden, was die Akzeptanz deutlich erhöhte.
- Flexibilität: Die Lösung ist modular aufgebaut und kann bei Bedarf erweitert werden.